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Konzertbesucher spendeten viel Beifall und Hilfe für Afrika

27.11.2017

Ein erfolgreiches Benefizkonzert unter dem Motto "Somewhere over the rainbow" mit dem Gospelchor der Friedenskirche Letmathe wurde vergangene Woche im Honda Gebrüder Nolte Autohaus in Hemer-Westig gefeiert. Gut 160 Besucher genossen die afrikanischen und souligen Lieder des Gospelchores unter der Leitung von Hubert Schmalor, der mit voller Hingabe seinen Chor durch den Abend geführt hat. Der Pianist Florian Bölcker und der Saxophonist Klaus Bergmann unterstützten die 80 Chormitglieder beeindruckend. Die Trommelgruppe „Hakuna Matata“ unter der Leitung von Wally Jung versetzte das Autohaus am Anfang des Konzertes in eine afrikanische Stimmung. Selbst die Besucher wurden in das Programm mit eingebunden und wurden zum gemeinsamen Singen animiert. Aus den Räumen des Autohauses klang das Wort "Freedom" in die weite Welt hinaus.

Pfarrer Burckhardt Hölscher informierte die Besucher über den Partnerkirchenkreis in Boende/Lofoy und die aufgebauten Schulen am Äquator im Busch von Afrika. Die Erweiterung der Grundschule Salongo soll mit den gespendeten Geldern weiter voran gehen. "Der größte Dank geht an Gott, der uns das Leben schenkt, doch auch auf Ihre Hilfe sind wir angewiesen und wir freuen uns über Scheinwerfer für diesen guten Zweck," ermunterte Petra Pientka, Unternehmensleitung Gebrüder Nolte, die Besucher, eine "leise" Spende in die Körbchen zu legen, die nach der Präsentation durch das Publikum gereicht wurden. Von den Konzertbesuchern sind an dem Abend knapp € 1.700,- Bargeld zusammenkommen, welches Pfarrer Hölscher für die Arbeit im Kongo direkt mitnehmen konnte.

  

Entstehung des Gospelchores

Wer hätte das damals für möglich gehalten: Ein Gospelworkshop, der 2002 in der Kreuzkapelle im Stübbeken stattfand, war der Beginn einer Erfolgsstory, die bis heute anhält. Er war das Signal für die Gründung des Gospelchors der Friedenskirche Letmathe.

Begünstigt durch den allgemeinen Trend zur Gospelmusik fanden sich damals recht schnell 120 Mitglieder. Die Mitgliederzahl konnte trotz mancher Zu- und Abgänge über zehn Jahre gehalten werden, ungezählte Auftritte bereicherten in dieser Zeit nicht nur das Gemeindeleben, sondern machten den Gospelchor auch über die lokalen Grenzen hinaus zu einem Markenzeichen. Der stimmgewaltige Chor hat unter der Leitung von Hubert Schmalor inzwischen in vielen seiner Konzerte bewiesen, dass er die gesamte Bandbreite vom afrikanischen Worksong über traditionelle Gospels und Spirituals bis hin zu ‚Modern Gospel’ beherrscht und auch durch gelegentliche Ausflüge in den Pop-, Jazz- und Soulbereich ein vielseitiges Repertoire aufbietet. Eine abwechslungsreiche Performance und die aktive Beteiligung des Publikums verbreitet eine gute Atmosphäre und garantiert vor allem viel Freude und Stimmung für das Publikum. 

Obwohl der größte Teil der Chormitglieder aus Letmathe kommt, scheuen aber auch viele Teilnehmer die Anreise aus Iserlohn, Hemer, Hagen und sogar Menden mittwochs abends nicht. Auch die Teilnahme der vielen katholischen Mitsänger/innen wird begrüßt, so dass eigentlich von einer überkonfessionellen Chorgemeinschaft gesprochen werden kann.

 

Verbindung zum Kirchenkreis Boende und Lofoy

Der Evangelische Kirchenkreis Iserlohn ist seit 1985 mit den Kirchenkreisen Boende und Lofoy der „Kirche der Jünger Christi“ (CDCC) in der Demokratischen Republik Kongo, Region Équateur, partnerschaftlich verbunden und pflegt einen kontinuierlichen Austausch mit regelmäßigen Besuchen und Begegnungen. Für die Menschen in dem riesigen Land fast ohne Infrastruktur im Herzen Afrikas ist die christliche Kirche der einzige Hoffnungsträger. 

Gerade darum ist es so erfreulich, dass es aus dem Kongo  gute Nachrichten von den gemeinsamen Partnerschaftsprojekten gibt.

Neben dem Gesundheitszentrum Botshini, dem großen Partnerschaftsprojekt im Bereich Gesundheit, das die Menschen am Äquator aus Dankbarkeit „Bethlehem-Botshini“ „getauft“ haben, konnten auch die anderen Gesundheitsstationen in Boende und Lofoy wichtige medizinischen Instrumente erhalten, die in Zusammenarbeit mit dem WWF vom Hamburger Hafen aus in einem Container in den Kongo gebracht wurden. Inzwischen konnte das Gesundheitszentrum auch mit einer Solaranlage für die Kühlung von Medikamenten und Impfstoffen ausgerüstet werden - und auch das Operationsbesteck aus dem Krankenhaus Bethanien ist bereits angekommen. 

Zur regelmäßigen Projektarbeit des Iserlohner Kirchenkreises gehören die jährliche Medikamentenhilfe für alle Gesundheitsstationen und Schulbeihilfen für alle Schulen der beiden kongolesischen Partnerschaftskirchenkreise, Stipendien für die Ausbildung von Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern und Lehrerinnen und Lehrern an Instituten in der Hauptstadt der Äquatorregion Mbandaka und die Unterstützung der sogenannten „Mama-Schulen“, in der sich Ehrenamtliche aus den Gemeinden die Alphabetisierung der Frauen zur Aufgabe gemacht haben. 

Wer die Arbeit im Kongo unterstützen möchte, kann gern die Kontoverbindung IBAN DE89 3506 0190 2001 1690 28 mit dem Verwendungszweck „Partnerschaft Kongo“ benutzen.

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