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Ein mehrfach ungewöhnliches Arbeitsjubiläum

60 Jahre in ein und demselben Unternehmen zu arbeiten, ist eine große Seltenheit aber nichts Unmögliches und bei weitem nichts Langweiliges.

Bevor die Unternehmensleitung und Geschäftsleitung gestern dem besonderen Jubilar, Heinz Borkenhagen, im Rahmen eines gemeinsames Mittagessens zu seinem 60. Arbeitsjubiläum gratulieren konnten, übergab dieser seinen beiden Chefinnen je einen Blumenstrauß und bedankte sich so für die Möglichkeit, schon seit sechs Jahrzehnten bei Gebrüder Nolte sein berufliche Heimat gefunden zu haben.

Diese von gegenseitiger Treue geprägte Gemeinschaft mit Kollegen und Führungskräften in der traditionsreichen familiengeführten Autohausgruppe weiß Heinz Borkenhagen bereits seit seinem 15. Lebensjahr zu schätzen. Geboren noch während des 2. Weltkrieges 1944, flüchtete er mit seinen Eltern und Geschwistern rechtzeitig vor dem Mauerbau aus der damals noch jungen DDR nach Iserlohn, wo er trotz 18-monatiger Schulzwangspause während des Zwischenaufenthalts in einem Flüchtlingslager bei Hamburg seinen Volksschulabschluss mit 14 schaffte. Die Lehrstelle in seinem Traumberuf - Kfz-Handwerker - wurde Heinz Borkenhagen direkt vom damaligen Gebrüder Nolte Betriebsleiter in der Mendener Straße zugesagt.

Fritzi Bimberg-Nolte von Anfang an seine Chefin, zumal deren Vater und Firmengründer Fritz Nolte vier Jahre vor Heinz Borkenhagens Start als Lehrling verstorben war, und dessen Tochter als junge Frau in der Männerdomäne rund um Automobile wie selbstverständlich die Firmenleitung übernahm.

Heinz Borkenhagen lernte sein Handwerk sehr gründlich u. a. unter Josef Dollberg, der mit dem Start 1922 der erste Gebrüder Nolte Lehrling gewesen und danach mit abgeschlossener Meisterprüfung zahlreiche Kfz-Schlosser ausgebildet hatte. 1959 sahen nicht nur Fahrzeuge und der Straßenverkehr ganz anders aus als heute, auch Gebrüder Nolte hat sich während dieser sechs Jahrzehnte gewaltig entwickelt. Aus den damals drei Opel Häusern Iserlohn, Schwerte und Hemer sind heute neun mit drei Marken in sechs Städten geworden. Heinz Borkenhagen hat selbst mitgeholfen beim Umzug der Iserlohner Werkstatt aus der Mendener Straße (hinter dem Baufeld des neuen Fritz-Nolte-Hauses) in die Giesestraße (Gewerbegebiet Iserlohner Heide) 1977, um Platz für den Hill Supermarkt (heute High5 Fitnessstudio) zu machen.

Er hat vielfältige Technikschulungen absolviert, seine Fertigkeiten an hunderte Gebrüder Nolte Auszubildende weitergegeben und tausende Kunden, besonders mit fälligen Fahrzeuginspektionen, glücklich gemacht. Der Jubilar ist Zeitzeuge eines geteilten und wieder vereinten Deutschlands, von Fortschritt in der Automobilbranche und der digitalen Entwicklung heute. Seine körperliche und geistige Fitness erhält sich Heinz Borkenhagen u. a. durch das Gefordertsein bei der Arbeit. Und er sprudelt voller Freude von schönen Erinnerungen.

„Ich hatte ältere Rechte als der Ehemann meiner Chefin, Dr. Bimberg, denn die beiden haben erst ein Jahr nach meinem Eintritt bei Gebrüder Nolte geheiratet“, schmunzelt Heinz Borkenhagen im Rückblick. Auch mit Petra Pientka, die bereits seit 25 Jahren das Unternehmen mit ihrer Mutter Fritzi Bimberg-Nolte leitet, gibt es eine besondere Verbindung. „Denn meine Mutter war als Schwester auf der Wöchnerinnen Station des Bethanien Krankenhauses im Kreißsaal dabei, als die kleine Petra auf die Welt kam“, erinnert er sich.

Schon das Jubiläum vor zehn Jahren war etwas besonderes gewesen. Da war Heinz Borkenhagen für 50 Jahre Tätigkeit als Kfz-Handwerker in der Iserlohner Werkstatt gewürdigt worden. Damals - kurz vor seinem Eintritt ins gesetzliche Rentenalter - hatte die Unternehmensleitung ihn gefragt, ob er gern noch weiter arbeiten wolle. „Und aus dem von mir vorsichtig erwähnten „vielleicht mal ab und zu“ sind zehn Jahre geworden“, staunt der Jubilar, der seitdem zuverlässig und pünktlich den Transport vieler Fahrzeuge zwischen den Gebrüder Nolte Autohäusern in Iserlohn, Schwerte, Hagen, Lüdenscheid und Gevelsberg erledigt. Das Fahren macht ihm so viel Freude, dass er auch nach seinem 60-jährigen Arbeitsjubiläum und nach seinem in diesen Tagen zu feiernden 75. Geburtstag noch weiter als Gebrüder Nolte Mitarbeiter tätig bleiben möchte.

Die Zahl 60 auf der Urkunde der Handwerkskammer ist also wirklich kein Druckfehler. Wer weiß, wer so eine lange Verbundenheit zu seinem Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber - außer der Senior Chefin Fritzi Bimberg-Nolte, die bereits im 68. Jahr bis heute für Gebrüder Nolte täglich tätig ist - je bei Gebrüder Nolte wird toppen können…

 

Bildunterschrift:

Heinz Borkenhagen, umringt von (v.l.n.r.) Jörg Hallmanns, Geschäftsführer, den Unternehmerinnen Fritzi Bimberg-Nolte und Petra Pientka sowie Knut Schäfers, Geschäftsleiter Service als Gratulanten zu seinem 60. Arbeitsjubiläum, freut sich, immer noch für seinen einstigen Lehrbetrieb Gebrüder Nolte tätig sein zu können.

Immer zuverlässig für Gebrüder Nolte unterwegs: Schon seit 60 Jahren Heinz Borkenhagen.

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