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"Somewhere over the rainbow" - Gospelkonzert für Afrika im Autohaus

08.11.2017

Am Donnerstag, 23. November 2017, findet um 19.00 Uhr im Gebrüder Nolte Honda Auto-Forum in Hemer-Westig ein bunt gemischtes Konzert mit dem Gospelchor der Letmather Friedenskirche unter der musikalischen Leitung von Hubert Schmalor statt. Im Programm finden sich viele Afrika typische Klänge wieder! An diesem Abend wirken auch die Trommelgruppe „Hakuna Matata“ der Friedenskirchengemeinde mit.  Ebenso werden die Zuschauer zum Mitsingen animiert. Zwischen den Liedern gibt es Kurzpräsentationen über die Unterstützung des Partnerkirchenkreises im Kongo. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden für die Gesundheits- und Bildungsprojekte in Boende und Lofoy gebeten. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Auftritt an den regelmäßig stattfindenden Konzerten im Autohaus Gebrüder Nolte bereits zum zweiten Mal teilnehmen können“, bestätigt Hubert Schmalor, Leiter des Chores. Wer schon vor dem Konzert diese wertvolle Arbeit unterstützen möchte, kann seine Spende an Ev. Kirchengemeinde Letmathe (IBAN: DE37 4455 0045 0018 0690 54) Stichwort: Gebrüder Nolte, richten.

„Gerne machen wir uns die Mühe und verwandeln unser schönes Autohaus in eine Konzerthalle,“ sind Martin Wiens (Geschäftsleiter Honda bei Gebrüder Nolte) und sein Team gespannt auf das diesjährige Benefiz-Konzert im Gebrüder Nolte Honda Auto-Forum in der Iserlohner Str. 85, Hemer.

 

22 Jahre Kultur im Autohaus

Im Sommer 1995, wenige Monate nach der Neueröffnung des damaligen Saab Zentrum Sauerland an der Iserlohner Straße in Hemer-Westig trat der Kammerchor des St. Peter's College Oxford dort auf. Als ehemalige Theologie Studentin aus Oxford öffnete Petra Pientka von Gebrüder Nolte damals nicht  nur ihr neues Autohaus für einen ungewöhnlichen Auftritt der Studenten, sondern sang bei ihren Musikfreunden selbst mit.

Bei dieser Premiere bemerkten nicht nur die Chormitglieder die wunderbare Akkustik des gläsernen Autohauses mit Holzparkettboden. Die über 100 interessierten Besucher waren begeistert. Der spontan geäußerten Einladung von Petra Pientka, gern auch weitere Konzerte bei Gebrüder Nolte zu beherbergen, folgten seitdem viele Ensembles und Solisten - meist Amateure aus der hiesigen Region. So findet in dem Autohaus an der Iserlohner Straße, in dem seit acht Jahren Honda zu Hause ist, jeden Herbst eine Kultur-im-Autohaus Veranstaltung statt. Anstelle von Eintritt für das Programm bittet die Gebrüder Nolte Unternehmensleitung meist um Spenden für einen guten Zweck.

Entstehung des Gospelchores

Wer hätte das damals für möglich gehalten: Ein Gospelworkshop, der 2002 in der Kreuzkapelle im Stübbeken stattfand, war der Beginn einer Erfolgsstory, die bis heute anhält. Er war das Signal für die Gründung des Gospelchors der Friedenskirche Letmathe.

Begünstigt durch den allgemeinen Trend zur Gospelmusik fanden sich damals recht schnell 120 Mitglieder. Die Mitgliederzahl konnte trotz mancher Zu- und Abgänge über zehn Jahre gehalten werden, ungezählte Auftritte bereicherten in dieser Zeit nicht nur das Gemeindeleben, sondern machten den Gospelchor auch über die lokalen Grenzen hinaus zu einem Markenzeichen. Der stimmgewaltige Chor hat unter der Leitung von Hubert Schmalor inzwischen in vielen seiner Konzerte bewiesen, dass er die gesamte Bandbreite vom afrikanischen Worksong über traditionelle Gospels und Spirituals bis hin zu ‚Modern Gospel’ beherrscht und auch durch gelegentliche Ausflüge in den Pop-, Jazz- und Soulbereich ein vielseitiges Repertoire aufbietet. Eine abwechslungsreiche Performance und die aktive Beteiligung des Publikums verbreitet eine gute Atmosphäre und garantiert vor allem viel Freude und Stimmung für das Publikum.

Obwohl der größte Teil der Chormitglieder aus Letmathe kommt, scheuen aber auch viele Teilnehmer die Anreise aus Iserlohn, Hemer, Hagen und sogar Menden mittwochs abends nicht. Auch die Teilnahme der vielen katholischen Mitsänger/innen wird begrüßt, so dass eigentlich von einer überkonfessionellen Chorgemeinschaft gesprochen werden kann.

 

Verbindung zum Kirchenkreis Boende und Lofoy

Der Evangelische Kirchenkreis Iserlohn ist seit 1985 mit den Kirchenkreisen Boende und Lofoy der „Kirche der Jünger Christi“ (CDCC) in der Demokratischen Republik Kongo, Region Équateur, partnerschaftlich verbunden und pflegt einen kontinuierlichen Austausch mit regelmäßigen Besuchen und Begegnungen. Für die Menschen in dem riesigen Land fast ohne Infrastruktur im Herzen Afrikas ist die christliche Kirche der einzige Hoffnungsträger.

Gerade darum ist es so erfreulich, dass es aus dem Kongo  gute Nachrichten von den gemeinsamen Partnerschaftsprojekten gibt.

Neben dem Gesundheitszentrum Botshini, dem großen Partnerschaftsprojekt im Bereich Gesundheit, das die Menschen am Äquator aus Dankbarkeit „Bethlehem-Botshini“ „getauft“ haben, konnten auch die anderen Gesundheitsstationen in Boende und Lofoy wichtige medizinischen Instrumente erhalten, die in Zusammenarbeit mit dem WWF vom Hamburger Hafen aus in einem Container in den Kongo gebracht wurden. Inzwischen konnte das Gesundheitszentrum auch mit einer Solaranlage für die Kühlung von Medikamenten und Impfstoffen ausgerüstet werden - und auch das Operationsbesteck aus dem Krankenhaus Bethanien ist bereits angekommen.

Zur regelmäßigen Projektarbeit des Iserlohner Kirchenkreises gehören die jährliche Medikamentenhilfe für alle Gesundheitsstationen und Schulbeihilfen für alle Schulen der beiden kongolesischen Partnerschaftskirchenkreise, Stipendien für die Ausbildung von Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern und Lehrerinnen und Lehrern an Instituten in der Hauptstadt der Äquatorregion Mbandaka und die Unterstützung der sogenannten „Mama-Schulen“, in der sich Ehrenamtliche aus den Gemeinden die Alphabetisierung der Frauen zur Aufgabe gemacht haben. 

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